Über Uns
Gemeinsam für die Zukunft unserer Kinder!
Die Zukunft unserer Gesellschaft hängt von unseren Kindern ab – von den Werten und Fähigkeiten, die wir ihnen heute vermitteln. Kinder sind die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft. Sie leiden am meisten unter Armut, Gewalt und Trennung der Eltern.
Kinder sind eigenständige Subjekte und individuelle Grundrechtsträger. Sie sind ausgestattet mit besonderen Rechten auf Schutz, Förderung und Beteiligung. Zur Anerkennung dieser Rechte hat sich die Bundesrepublik Deutschland mit der Unterzeichnung der UN-Kinderrechtskonvention verpflichtet.
Der Der Kinderschutzbund Mannheim ist
- seit 1977 die größte Lobby für Kinder in der Region
- ein als gemeinnützig anerkannter eingetragener Verein
- Träger der freien Jugendhilfe
- Mitglied im Paritätischen Gesamtverband
Wir setzen uns für die Rechte aller Kinder und Jugendlichen auf gewaltfreies Aufwachsen und Beteiligung ein. Wir stärken sie bei der Entfaltung ihrer Fähigkeiten. Wir mischen uns zugunsten der Kinder ein – in die Bundes- und Landesgesetzgebung, bei Planungen und Beschlüssen in unseren Städten und Gemeinden.
Unser Leitbild
Bessere Lebensbedingungen
Wir fordern eine Verbesserung der materiellen Lebensbedingungen der Kinder und Familien, eine kinderfreundliche und gesunde Umwelt und gute Einrichtungen für Kinder und Jugendliche. Durch vielfältige praktische Angebote gestalten wir eine lebenswerte Zukunft für unsere Kinder mit.
Starke Eltern und starke Kinder
Wir wollen starke, selbstbewusste Kinder. Deshalb unterstützen wir Eltern in ihrer Erziehungskompetenz und in ihrem Alltag, z. B. durch Kurse, Beratung und praktische Entlastung.
Vorbeugen ist besser
Wir unterstützen, entlasten und fördern Kinder und ihre Familien, bevor sie in Krisen und Probleme geraten.
Arbeitsweise: in gegenseitiger Achtung
Ob im Umgang mit ratsuchenden Kindern und Eltern oder in Zusammenarbeit mit unseren Mitarbeitern/innen und mit Kooperationspartnern – wir arbeiten auf der Basis von gegenseitiger Achtung. Wir verfolgen das Arbeitsprinzip Hilfe zur Selbsthilfe und wir entwickeln und sichern fachliche Qualität.
Viele Aktive – starker Verband
Die besondere Stärke unseres Verbandes kommt aus dem freiwilligen Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger. In unseren Projekten und Einrichtungen arbeiten nicht bezahlte und bezahlte Kräfte eng zusammen. Wir sind demokratisch organisiert und tragen alle Beschlüsse gemeinsam.
Unser Schutzkonzept
Ein sicherer Ort für Kinder
Wir möchten ein sicherer Ort für Kinder sein. Ein Ort, an dem Kinder vor jeglicher Form von Übergriffen und (sexualisierter) Gewalt geschützt sind, wo sie die Sicherheit bekommen, dass sie gehört werden, dass ihnen geglaubt wird und wo ihnen die Möglichkeit geboten wird, niedrigschwellig Beratung zu bekommen. Dazu haben wir ein eigenes Kinderschutzkonzept für unsere Projekte und Angebote entwickelt. Es soll helfen, Kinder und Jugendliche durch präventive Maßnahmen vor Machtmissbrauch und (sexuellen) Übergriffen zu schützen, d.h. zu erkennen, an welcher Stelle und wodurch in unseren Strukturen / unserem Verein zu solchen Übergriffen eingeladen werden könnte.
Ebenso soll es unseren haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden Sicherheit geben, bei ihrer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie im Umgang mit Verdachtsfällen oder Beschuldigungen. Es soll helfen zu verhindern, dass eventuelle Vorkommnisse aus Unsicherheit und Scham verschwiegen oder vertuscht werden, oder Beschwerden von Kindern klein geredet oder relativiert werden. Durch entsprechende Handlungsleitfäden soll es vermieden werden, dass betroffene Kinder und Jugendliche durch übereiltes oder unangemessenes Vorgehen erneut traumatisiert oder übergangen werden.
Zu einem angemessenen Umgang mit diesem sehr belastenden Thema gehört es auch, unser Arbeitsklima im Blick zu haben. Offenheit und Transparenz, das Vertrauen der Mitarbeitenden, dass seitens der Leitung die Erlaubnis besteht, eigene Wahrnehmungen ansprechen zu können, verhelfen zu einem verantwortungsvollen und wertschätzenden Miteinander. Misstrauen und unausgesprochene Verdächtigungen zersetzen hingegen die Vertrauensbasis und helfen möglichen Verursachern sexualisierter Gewalt.
Wichtig ist uns, das Schutzkonzept mit allen Verantwortlichen zu entwickeln, um alle Aspekte der verschiedenen Projekte berücksichtigen zu können. Insbesondere gilt dies für das Erstellen einer Risikoanalyse, um etwaige Schwachstellen oder „blinde Flecken“ erkennen zu können.
Kein Platz für Verursacher
Eine wichtige Präventionsmaßnahme ist die sorgfältige Auswahl unserer haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden. Die Vorlage des erweiterten Führungszeugnisses und eine freiwillige Selbstauskunft sind verpflichtend, ein klares Bekenntnis zur Ablehnung jeglicher Form von Gewalt, Beeinflussung und Machtmissbrauch gegenüber Kindern und Jugendlichen wird mit unserem Verhaltenskodex unterschrieben. Durch eine umfassende Ausbildung, Hospitationen, Koordination, Supervision und Fortbildungen qualifizieren wir unsere Mitarbeitenden und unterstützen und sichern die ihre Haltung.
Dazu gehören die Kenntnis und Beachtung der Kinderrechte und die Bereitschaft:
- sich der eigenen Verantwortung bewusst zu sein;
- sensibel zu sein gegenüber jeglichen Grenzverletzungen, Übergriffen und (sexueller) Gewalt;
- das Achten der Persönlichkeitsrechte und der Intimsphäre von Kindern und Jugendlichen;
- besonnen, aber beherzt einzugreifen bei Verletzungen jeglicher Art;
- das Reflektieren des eigenen Verhaltens gegenüber Kindern und Jugendlichen.
Unsere Haltung
Was können wir tun, um Kinder und Jugendliche in unseren Projekten vor Gewalt zu schützen?
Als Mitarbeitende im Kinderschutzbund fühlen wir eine besondere Verpflichtung, Kinder und Jugendliche vor Übergriffen und Gewalt zu schützen. Gleichzeitig ist uns bewusst, dass es eine 100%ige Sicherheit nicht geben kann. Zur Prävention gehört unsere Verantwortung, für ein sicheres Umfeld zu sorgen durch das Bereitstellen sicherer Räume und die sorgfältige Auswahl und Schulung unserer Mitarbeitenden und vor allem auch, Kinder und Jugendliche zu stärken, zu bestätigen und zu unterstützen.
Sichere Kinder kennen ihre Grenzen:
- Sie haben die Erfahrung gemacht, dass ihre Grenzen respektiert werden
- Sie haben erfahren, dass sie gehört und gesehen werden
- Sie vertrauen darauf, dass ihnen geglaubt wird
- Sie wissen, dass ihnen geholfen wird
Als zugewandte Erwachsene wollen wir sensibel sein, hinsehen, Glauben schenken. Wir werden vorsichtig handeln, um einerseits Hilfesuchende zu schützen, sie nicht zu übergehen, gleichzeitig ist zu bedenken, dass ein geäußerter Verdacht gegen einen Menschen schwer komplett aus zu räumen ist, ein zerstörter Ruf schwierig wieder hergestellt werden kann.
Nicht geholfen wird fast immer aus Unsicherheit. Die Angst etwas falsch zu machen, nicht zu wissen, was überhaupt zu tun ist, Hemmung, mit schambesetzten Themen um zugehen sind häufige Gründe, vorsichtig geäußerte Bitten um Hilfe zu “ überhören“, zu relativieren oder ganz zu ignorieren (Kann gar nicht sein). Studien sprechen von sechs bis zwölf Versuchen, sich Erwachsenen anzuvertrauen, die betroffene Kinder und Jugendliche unternehmen mussten, bis sie endlich gehört wurden.
Wir als Mitwirkende im Kinderschutzbund Mannheim sind uns unserer eigenen persönlichen Verantwortung für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor jeglicher Form von Gewalt bewusst.
Wir wollen:
- sensibel sein gegenüber jeglichen Grenzverletzungen, Übergriffigkeiten und sexualisierter Gewalt;
- die Persönlichkeitsrechte und die Intimsphäre von Kindern und Jugendlichen stets beachten;
- besonnen und beherzt eingreifen bei Verletzungen jeglicher Art;
- das eigene Verhalten Kindern und Jugendlichen gegenüber reflektieren.
Wir entwickeln unser Schutzkonzept beständig weiter und aktualisieren es. Mit der Durchführung von Infoabenden werden alle Mitarbeitenden auf dem Laufenden gehalten , bzw. neue Mitwirkende in Kenntnis gesetzt.





